Bei der Erörterung der Dosas haben wir festgestellt, dass das unterschiedliche Verhältnis der Dosas einer Person ihre Einzigartigkeit verleiht. Eine Person, die mehr Vata-Doshas in ihrem natürlichen Körpertyp (Prakriti) hat, wird reines Vata genannt. In gleicher Weise gibt es reine Pitta– und reine Kapha-Typen. Diejenigen, die beide Doshas zu gleichen Teilen haben, werden Vata-Pitta, Vata-Kapha oder Pitta-Kapha genannt. Obwohl es sehr selten vorkommt, dass die drei Doshas zu gleichen Teilen vorhanden sind, spricht man in diesem Fall von einem Tridosa- oder einem Vata-Pitta-Kapha-Subtyp.
Die Wintermonate werden von Kapha-Dosha dominiert, und Kapha-bedingte Krankheiten treten in dieser Zeit häufiger auf. Frühling und Herbst werden von Vata-Dosha dominiert, und Menschen mit einem Vata-Dosha-Typ sind in dieser Zeit eher krankheitsanfällig. Der Sommer wird von Pitta-Dosha, der Energie des Feuers, dominiert, so dass Menschen mit Pitta-Dosha-Typ im Sommer eher krank werden.
Es lohnt sich, darauf zu achten, wann die Symptome einer bestimmten Krankheit auftreten, denn vor allem, wenn sie wiederkehren, kann dies zeigen, welche Energie im Übermaß vorhanden ist. Dies ist auch wichtig und hilfreich, um festzustellen, wann man am besten Kräuter und pflanzliche Heilmittel einnimmt, je nachdem, welche Energie im Überschuss ist.
Kräuter, die Einfluss auf die Luftenergie (Vata) haben, sollten immer eine halbe Stunde vor den Mahlzeiten eingenommen werden. Dies erhöht ihre Wirksamkeit auf Vata. Kräuter, die die Feuer-Energie (Pitta) ausgleichen, sollten während der Mahlzeiten eingenommen werden, und solche, die die Wasser-Energie (Kapha) ausgleichen, sollten eine halbe Stunde nach den Mahlzeiten eingenommen werden.
Es sind die Geschmacksrichtungen, die das Gewebe bilden. Grundsätzlich ist es notwendig, von jeder Geschmacksrichtung so viel wie möglich _zu konsumieren, aber es ist _wichtig, auf die Proportionen zu achten. Man sollte mehr von jenen Geschmacksrichtungen essen, welche das gestörte Gleichgewicht wiederherstellen helfen. Das heißt, wenn _Vata, Pitta und Kapha im Gleichgewicht sind. Wenn also einer von diesen Energien übergewichtig ist, sollten Sie mit der zugehörigen Geschmacksrichtung möglichst zurückhaltend sein. Daher ist es empfohlen, den Geschmack zu variieren.
Referenzen: dr. Vasant Lad, Hémangi, Mireisz László